Was tun, wenn das Taschengeld nie reicht?
Veröffentlicht am 22.10.2009
Das war schon so, als wir noch Kinder waren: Man bekommt nie genug Taschengeld, und alle anderen bekommen immer mehr. Aber was, wenn ihr Kind tatsächlich nicht mit seinem Taschengeld auskommt? Wenn es häufig nach Vor- und Zuschüssen fragt, oder bei der Oma um einen Extra-Fünfer bettelt?
Taschengeld soll knapp sein. Nur wenn es das ist, wird Ihr Kind lernen, sorgsam damit umzugehen und gleichzeitig einen Anreiz erhalten, mit eigener Leistung zusätzlich Geld zu verdienen. Aber wenn es so knapp ist, dass Ihr Kind damit gar nichts anfangen kann, verfehlt es seinen pädadgogischen Zweck.
Prüfen Sie zuerst, ob Ihr Kind tatsächlich zu wenig Taschengeld bekommt
Überlegen Sie: Was kann Ihr Kind mit der verfügbaren Summe eigentlich kaufen bzw. machen? Sind für sein Alter angemessene kleinere Konsumwünsche damit finanzierbar? Bekommen andere Kinder in Ihrem Bekanntenkreis tatsächlich deutlich mehr? Wenn Ihr Kind nach diesen Kriterien objektiv zu wenig Taschengeld bekommt, sollten Sie es erhöhen. Sind Sie aber nach Prüfung diese Punkte der Meinung, das Taschengeld sei eigentlich ausreichend, dann liegt das Problem eher darin, dass Ihr Kind noch nicht gelernt hat, es richtig einzuteilen.
So helfen Sie Ihrem Kind dabei, sein Taschengeld besser einzuteilen
- Besprechen Sie mit Ihrem Kind, ob Sie die Zahlungsweise umstellen sollen. Wenn ein Monat als Planungszeitraum noch zu lang ist, tut sich Ihr Kind möglicherweise mit einer 14-tägigen Zahlung leichter. Oder Sie gehen vorübergehend sogar wieder zur wöchentlichen Zahlung über.
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Ermutigen Sie Ihr Kind, ein Ausgabenbuch zu führen und selbst zu überlegen, welche Ausgaben es im Nachhinein für sinnvoll hält und worauf es lieber verzichtet hätte. Es soll aber vorrangig sich selbst Rechenschaft ablegen, und sich nicht vor Ihnen rechtfertigen müssen.
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Thematisieren Sie Ihr eigenes Ausgabeverhalten stärker. Weisen Sie im Supermarkt darauf hin, dass Sie jetzt gerne saftige Steaks für die ganze Familie kaufen würden, dadurch aber Ihr Wochenbudget gesprengt würde. Sagen Sie, wenn Sie ein schönes T-Shirt gesehen haben, dass Sie sich dieses nicht kaufen, weil der Etat für Kleidung in diesem Monat bereits ausgeschöpft ist. Erzählen Sie von Ihren Anschaffungswünschen und wie Sie dafür sparen.
- Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, sich durch größere Hilfsdienste im Haushalt etwas dazuzuverdienen. Selbst verdientes Geld wird erfahrungsgemäß mehr geschätzt und vorsichtiger ausgegeben als geschenktes.








