Computer, Monitor & Co.: Stromsparer erkennen Sie am Ökosiegel

Veröffentlicht am 15.10.2009

Wer denkt beim Computerkauf schon ans Stromsparen? Das sollten Sie aber, denn es lohnt sich. Nicht nur für die Umwelt, sondern auch für Ihren Geldbeutel, sagt das Umweltbundesamt. Für einen normalen Multimedia-PC sind da durchaus 35 Euro Ersparnis pro Jahr drin. Bei aufwändigen „Gamer-PCs“ sogar über 100 Euro. Aber wie findet man sparsame Geräte?

Nur damit Sie eine Vorstellung davon bekommen, wie viel Strom Ihr Rechner mitsamt Bildschirm verbraucht: Ein kleines Einsteiger-Notebook braucht bei einem Betrieb von vier Stunden pro Tag zwischen 22 und 63 Kilowattstunden im Jahr, das sind bei 20 Cent pro kWh 4,40 Euro bis 12,60 Euro pro Jahr. Ein normaler Multimedia-PC braucht zwischen 88 und 256 Kilowattstunden, also 17,60 Euro bis 51,20 Euro. Am größten sind die Unterschiede bei „Gamer-PCs“, die auch aufwändigste Computerspiele mit 3-D-Animation optimal darstellen. Solche Geräte fressen jährlich locker 234 bis 767 Kilowattstunden. Was sich in einer happigen Stromrechnung niederschlägt: 46,80 Euro bis 153,40 Euro zahlen Sie dann allein für den Stromverbrauch dieses Rechners!


Kaufen Sie Rechner nur mit der Ausstattung, die Sie brauchen

Am meisten Strom fressen der Prozessor, die Grafikkarte und der Bildschirm. Sparen lässt sich also vor allem bei der Wahl der Ausstattung Die wichtigste Regel lautet: Kaufen Sie keine überdimensionierten Rechner. Wenn Sie keine aufwändigen Computerspiele spielen, dann ist ein „Gamer-PC“ überflüssig. Lieber greifen Sie auf einen sparsameren Multimedia-PC zurück. Selbst wenn Sie darunter ein nicht gerade sparsames Modell erwischen, braucht es trotzdem für 100 Euro weniger Strom pro Jahr. Um den Anschluss an die neueste Technik nicht zu verlieren, sollten Sie beim Kauf allerdings darauf achten, dass das Gerät Ihrer Wahl notfalls später aufgerüstet werden kann (Schnittstellen, austauschbare Komponenten).


Achten Sie beim Kauf auf ein gängiges Ökosiegel

Zugegeben, es ist mühsam, sich in die Verbrauchsdaten von Rechnern einzulesen und diese Daten unter verschiedenen PCs und Monitoren dann auch noch zu vergleichen. Das müssen Sie sich nicht unbedingt antun. Ein sparsames Modell finden Sie auch auf andere Weise. Etwa, indem Sie Geräte mit einem Umweltzeichen bevorzugen. Allerdings sollten Sie da nur auf bewährte Ökosiegel setzen. Bei IT-Geräten sind das vor allem

  • der blaue Engel,
  • das Energy-Star-Label der US-amerikanischen Umweltbehörde,
  • die TCO-Kennzeichnung, die aus Schweden stammt und weltweite Bedeutung hat. Hiermit werden Umwelt- und Benutzerfreundlichkeit attestiert.
  • das Umweltzeichen der Europäischen Kommission, das als Blume mit 12 Euro-Sternen und einem stilisierten „E“ dargestellt wird.


Bei der Auswahl hilft auch die DENA

Wenn Sie sich nicht allein auf Ökosiegel verlassen möchten, hilft Ihnen auch die Deutsche Energieagentur DENA weiter. Empfehlungen zu besonders sparsamen Geräten finden Sie unter www.office-topten.de