Achtung: Telefonbetrüger sind mit Gewinnmitteilungen unterwegs
Veröffentlicht am 08.10.2009
„Herzlichen Glückwunsch! Sie haben gewonnen.“ Derzeit erhalten sehr viele Menschen in Deutschland eine solche Mitteilung: Der gewonnene Preis warte schon, heißt es dann, es fehlten nur noch ein paar Daten. Ein kleiner Anruf in einem Call Center, und schon gehöre das neue Auto Ihnen. Aber wer tatsächlich bei der angegebenen Nummer zurückruft, erhält keinen Wagen, sondern nur eine hohe Telefonrechnung.
Die Masche ist nicht neu, scheint aber immer noch zu funktionieren. Denn diese Gewinnmitteilungen rollen im Moment in großem Maße über die deutschen Verbraucher hinweg. Was bei den Nachrichten natürlich verschwiegen wird: Der Anruf bei der kostenpflichtigen Nummer ist richtig teuer. Und den Gewinn gibt es sowieso nicht!
Rufen Sie auf keinen Fall zurück
Die Rufnummern beginnen mit 0900, das sind die sogenannte Mehrwerttelefonnummern. Hier kostet ein Anruf z. B. 1,99 Euro pro Minute. Als sei das noch nicht teuer genug, werden die Telefonate auch noch künstlich durch Warteschleifenansagen in die Länge gezogen. So kommen schnell Beträge von 30 bis 50 Euro zusammen. Daher lautet unser Rat: Rufen Sie bei vermeintlichen Gewinnmitteilungen auf keinen Fall zurück!
Melden Sie die Nummer der Bundesnetzagentur
Solche Anrufe verstoßen gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und sind damit rechtswidrig. Deswegen sollten Sie die Rückrufnummer zwar nicht nutzen, aber dennoch notieren – um den Missbrauch der Bundesnetzagentur zu melden. Sie ist dafür zuständig, dass diese Rufnummern vom Netz genommen werden, und die Firmen, die dahinter stecken, weder eine Rechnung stellen noch ein Inkasso betreiben dürfen. Machen Sie sich die Mühe, das entsprechende Formular auszufüllen. Nur so kann den Scharlatanen das Handwerk gelegt werden!
Wie Sie die Betrüger melden können
Entsprechende Formulare finden Sie auf der Website www.bundesnetzagentur.de unter Verbraucher - > Rufnummernmissbrauch. Sie können sich auch telefonisch unter 0291 9955-206, per E-Mail unter rufnummernmissbrauch@bnetza.de oder postalisch unter den nachfolgenden Adressen an die Bundesnetzagentur wenden:
Bundesnetzagentur, Nördeltstraße 5, 59872 Meschede
Bundesnetzagentur, Schütt 13, 67433 Neustadt








