Neue Studie: Wirtschaftskrise wirkt sich langfristig auf die Rente aus
Veröffentlicht am 08.10.2009
Auch wenn die Finanz- und Wirtschaftskrise selbst vorübergehen wird, werden wir ihre Folgen noch lange zu spüren bekommen. Eine Auswirkung ist die dauerhafte Belastung der gesetzlichen Rentenversicherung. Dies zeigt eine Studie des Mannheimer MEA-Instituts. Sie können die Folgen für sich aber abmildern, wenn Sie frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen.
Durch Kurzarbeit, Ausfall bezahlter Überstunden, Lohnverzicht und Arbeitslosigkeit sinken die Summen, die als Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bezahlt werden. Wo aus den Entlassenen Langzeitarbeitslose und Frühverrentete werden, sinken die Beitragseinnahmen sogar dauerhaft. Gleichzeitig verhindert die kürzlich ausgesprochene Rentengarantie einen Rückgang der auszuzahlenden Renten.
Das Problem: Weniger Einnahmen, gleich bleibende oder gar steigende Ausgaben
Die Experten des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA) rechnen daher damit, dass in den nächsten Jahren der Beitragssatz zur Rentenversicherung um ein bis zwei Prozentpunkte steigen (müssen) wird. Da das Lohnniveau sich nur langsam wieder erholen wird, wird es in dieser Zeit kaum Rentenerhöhungen geben. Das bedeutet: Für mehr Beitrag gibt es weniger Rente, die bisher erworbenen Entgeltpunkte verlieren an Wert. Am stärksten trifft das die Jahrgänge, die in den nächsten zehn Jahren in Rente gehen. Diejenigen, die jetzt bereits in Rente sind sowie Kinder und Jugendliche, die noch keine Beiträge zahlen, werden am wenigsten belastet.
Was Sie jetzt tun können, um gegenzusteuern
Insbesondere wenn Sie jetzt um die bzw. über 40 sind, sollten Sie Ihre Anstrengungen, eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen, verstärken. Falls Sie eine klassische Kapitallebensversicherung (KLV) haben, insbesondere, wenn es noch ein Altvertrag mit steuerfreier Auszahlung ist, sollten Sie diesen unbedingt weiterführen. Zum Neuabschluss einer KLV raten wir angesichts der niedrigen Garantieverzinsung und hohen Abschlusskosten aber nicht. Eine sichere und gleichzeitig einigermaßen rentable Vorsorgemöglichkeit sind derzeit Banksparpläne. Wenn Sie noch mehr als zehn Jahre bis zum Renteneintritt haben, können Sie auch mit einem renditeträchtigeren Fondssparplan beginnen und später auf Festgeld umsteigen. Versuchen Sie, wenigstens 50 Euro monatlich in einen solchen Vertrag einzuzahlen. Ihr Lebensstandard im Alter wird es Ihnen lohnen.








