Neue Studie: Die größten Ängste der Deutschen drehen sich ums Geld

Veröffentlicht am 24.09.2009

Vergangene Woche veröffentlichte die R + V Versicherung ihre Studie „Die Ängste der Deutschen 2009“. Ergebnis: Wirtschaftsthemen sind eindeutig die größten Angstmacher.

Am meisten Angst haben die Deutschen laut dieser Studie vor

  • einer schlechteren Wirtschaftslage (66 Prozent)
  • steigender Arbeitslosigkeit (65 Prozent) und
  • steigenden Lebenshaltungskosten (63 Prozent).

Insbesondere die Angst vor höherer Arbeitslosigkeit ist dabei seit der letzten Befragung im Jahr 2008 sprunghaft angestiegen. Erstaunlich dabei ist: Die Angst davor, möglicherweise selbst arbeitslos zu werden, hat sich nicht vergrößert, sie äußerten dieses wie letztes Jahr 48 Prozent der Befragten. Am wenigsten Angst hatten die Befragten übrigens vor dem Zerbrechen der eigenen Partnerschaft (16 Prozent), obwohl dieses Ereignis rein statistisch mindestens genauso wahrscheinlich ist wie die eigene Arbeitslosigkeit.

Nutzen Sie diese Studie als Anlass zum Handeln

Es ist gut und sinnvoll, wenn Sie sich Gedanken über die allgemeine wirtschaftliche und Ihre persönliche finanzielle Lage machen. Eine gewisse Skepsis bewahrt Sie vor unüberlegten und unklugen finanziellen Entscheidungen. Aber Angst ist ein schlechter Ratgeber. Versuchen Sie lieber, aus den erkannten Problemen konkrete Maßnahmen abzuleiten:

  • Solange die Wirtschaftslage schlecht ist, werden die Lebenshaltungskosten nicht dramatisch steigen. Im Gegenteil: Sie können diese Phase nutzen, um beispielsweise auf günstigere Energieversorger umzusteigen, Energiesparmaßnahmen wie eine nachträgliche Wärmedämmung umzusetzen und bei den Ausgaben des täglichen Bedarfs von den Preisschlachten der Händler zu profitieren.
  • Wenn Sie sich ernsthaft Sorgen um Ihren Job machen, ist es höchste Zeit, sich auf den Ernstfall vorzubereiten: Überlegen Sie, welche Ausgaben Sie verringern können, tilgen Sie Kredite, wo immer es möglich ist, und versuchen Sie, sich Qualifikationen anzueignen, die Ihnen zu einem neuen Job verhelfen könnten. Wenn Sie in Kurzarbeit sind, ist das eine hervorragende Gelegenheit, sich beispielsweise einen Nebenjob und damit ein zweites Einkommen zu suchen, und zum anderen endlich den Computer- oder Englischkurs zu buchen, der Ihre Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt steigert.