Ein Goldkauf schützt Ihr Geld langfristig vor Entwertung
Veröffentlicht am 10.09.2009
Erstmals seit Februar 2008 hat der Goldpreis die Marke von 1000 Dollar wieder geknackt. Ein Grund zum Einstieg? Zumindest als Inflationsschutz ist es nicht verkehrt, wenn Sie Anleger 5 bis 10 Prozent Ihres Depotvolumens in Gold halten. Aber Achtung: Es ist nicht alles (reines) Gold, was glänzt.
Sammler- oder Gedenkmünzen sollten Sie zur Geldanlage nicht kaufen, egal, ob Ihnen Ihre Bank oder ein Supermarkt diese anbietet – was durchaus schon vorgekommen ist. Denn solche Münzen enthalten kein reines Gold, sondern immer eine Legierung mit einem vergleichsweise großen Kupfer- und geringen Goldanteil. Für solche Münzen zahlen Sie mehr als den reinen Materialwert. Zur Geldanlage geeignet sind ausschließlich Goldbarren und spezielle Anlegermünzen (auch Nugget oder Bullion Coins) genannt, die Sie mehrwertsteuerfrei erwerben können.
Goldbarren: Ab 1 Gramm bis 1 Kilogramm erhältlich
Goldbarren bekommen Sie schon ab 1 Gramm. Das sind dann winzig kleine, in eine Plastikkarte eingeschweißte Plättchen. Über 2 Gramm, 2,5 Gramm, 5 Gramm, 10 Gramm, 20 Gramm und 31,10 Gramm (= eine Feinunze) geht es hinauf zu 50 Gramm, 100 Gramm, 250 Gramm. Auch 1-Kilogramm-Barren sind für Privatanleger erhältlich. Als Faustregel gilt: Für kleinere Einheiten zahlen Sie einen deutlich höheren Aufschlag als für größere. Empfehlenswert sind daher Barren ab 31,10 Gramm.
Anlegermünzen: Fast reines Gold in Münzenform
Die meisten Anlegermünzen enthalten 999,9 von 1000 Teilen Gold. So etwa der Wiener Philharmoniker, der kanadische Maple Leaf, der chinesische Panda, der US-amerikanische Eagle oder der australische Kanguruh. Weil man zu diesen Münzen auch „Nuggets“ sagt, sind sie übrigens im allgemeinen Sprachgebrauch männlichen Geschlechts. Einen geringeren Goldanteil, aber nicht weniger Gold enthält der südafrikanische Krügerrand. In dieser Münze sind nur 916,6 von 1000 Teilen Gold enthalten. Das macht aber nichts, denn die Münze ist dafür etwas schwerer als die anderen. Eine Feinunze Krügerrand enthält also genauso viel Gold wie eine Feinunze Philharmoniker oder Maple Leaf, sie ist nur etwas größer. Anlegermünzen gibt es zumeist mit dem Gewicht einer Feinunze (31,10 Gramm) oder einem glatten Bruchteil davon (1/20, 1/10, 1/4 oder 1/2). Auch Münzen mit 2 Feinunzen sind erhältlich.
Wo kauft man am besten Gold?
Nicht alle, aber manche Banken bieten Gold an, allerdings lassen sie sich diesen Service gut bezahlen und verlangen satte Aufschläge auf den aktuellen Goldpreis. Günstiger ist es meist bei spezialisierten Edelmetallhändlern. Die beiden Marktführer in Deutschland heißen Westgold und Proaurum. Dort können Sie Goldbarren und -münzen auch im Versandhandel bestellen und auf dem gleichen Weg wieder verkaufen. Sie bekommen Ihr Gold mit einem versicherten Transport ausgeliefert und können es auch wieder abholen lassen.








