Weibliche Azubis verdienen weniger

Veröffentlicht am 03.09.2009

Die neue Ausbildungssaison hat begonnen, aber noch gibt es auch viele Jugendliche, die auf Jobsuche sind. Achtung bei der Berufswahl, denn sie wirkt sich maßgeblich auf die Vergütung aus. So dokumentiert der neue Ausbildungsreport der DGB-Jugend, was wir bisher nur gefühlt haben: Junge Frauen, die sich für weiblich dominierte Ausbildungsberufe entscheiden, verdienen weniger und arbeiten mehr als Azubis in typisch männlichen Berufen.

In klassischen Frauenberufen liegt die Vergütung um monatlich rund 100 Euro (gut 20 Prozent) niedriger als in klassischen Männerberufen. Und nicht nur das: In männlich dominierten Ausbildungsberufen wie Metallbauer oder Elektroniker gibt es durchschnittlich drei Tage mehr Urlaub. Außerdem werden Überstunden dort eher ausgeglichen.

Insgesamt wurden 25 Ausbildungsberufe miteinander verglichen, und zwar im Hinblick auf Entgelt, Arbeitszeiten und Menge der ausgeglichenen und nicht ausgeglichenen Überstunden.

Die Top 5 – diese Ausbildungsberufen sind in finanzieller Hinsicht attraktiv:
- Fachinformatiker/in
- Industriemechaniker/in
- Bankkaufmann/-Frau
- Industriekaufmann/-frau
- Bürokaufmann/-frau

Die miesesten 5 – von diesen Berufen sollten Sie Ihrem Kind eher abraten:
- Friseur/in
- Anlagenmechaniker/in
- Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk
- Hotelfachmann/-frau
- Restaurantfachmann/-frau